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Pflege in Mecklenburg-Vorpommern: Mehr Krankheitstage belasten Versorgung

06. August 2026

Hohe Belastung führt zu überdurchschnittlichen Fehlzeiten in der Pflege

Schwerin — Pflegekräfte in Mecklenburg-Vorpommern waren 2025 deutlich länger arbeitsunfähig als ihre Kolleginnen und Kollegen in anderen Teilen Deutschlands. Eine Auswertung von Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen der Techniker Krankenkasse zeigt, dass Pflegende im Land im Schnitt 33 Tage krankgeschrieben waren. Zum Vergleich: Bundesweit lagen die Fehlzeiten in der Pflege bei 27,8 Tagen, und der Durchschnitt aller Berufsgruppen bei 17,7 Tagen.

Als zentrale Ursache für die hohe Zahl an Fehltagen nennt die Landesvertretung der Krankenkasse die starke physische und psychische Beanspruchung in der Pflege. Im Mittel entfielen rund sieben Tage auf psychische Erkrankungen, jeweils gut sechs Tage auf Erkrankungen des Atmungssystems und auf Probleme im Muskel Skelett Bereich.

Der Bedarf an professioneller Pflege steigt in Deutschland wegen des demografischen Wandels kontinuierlich. Gleichzeitig führen Personalknappheit, Schichtdienste und physische Belastungen zu einer erhöhten Gefahr von Erschöpfung und Krankheit bei Beschäftigten in Pflegeeinrichtungen. Das Ergebnis sind längerfristige Ausfälle, die bereits heute die Abläufe in Heimen und ambulanten Diensten merklich belasten.

Pflegeverbände und Krankenkassen fordern deshalb Maßnahmen zur besseren Prävention und zur Stärkung der Arbeitsbedingungen. Gefordert werden unter anderem mehr Personal, gezielte Angebote zur psychischen Gesundheitsförderung, ergonomische Arbeitsplätze und eine stärkere Entlastung durch administrative Unterstützung. Ohne solche Schritte könnte die Versorgung älterer und pflegebedürftiger Menschen in den betroffenen Regionen weiter unter Druck geraten.

Die Ergebnisse der Auswertung machen deutlich, dass es nicht allein um einzelne Auszeiten geht, sondern um strukturelle Probleme, die sich langfristig auf Qualität und Verfügbarkeit pflegerischer Leistungen auswirken können.

Der Bericht stützt eine Nachricht von: sueddeutsche.de
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